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Alles rund um Wassersprudler
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Sind Wassersprudler Keimschleudern?

Als vor einigen Jahren die ersten Wassersprudler auf den deutschen Markt kamen, gab es einen regelrechten Hype um diese Geräte. Jeder wollte einen Wassersprudler haben. Es klang auch zu verlockend. Keine Wasserkisten mehr schleppen, Geld sparen und gleichzeitig auch noch etwas für die Umwelt tun.

Mittlerweile ist es aber recht ruhig um die Wassersprudler geworden. Eine der Ursachen dürfte sein, das Wasser aus dem Discounter zu sehr niedrigen Preisen verkauft wird. Zum anderen gab es und gibt es immer wieder, negative Berichtserstattungen in den Medien, in Internetforen, auf Blogs und auf Internetseiten. Hier wurde schon oft über angebliche  Keimbelastungen des Sprudelwassers durch Wassersprudler berichtet. Trinkwassersprudler bekamen so ein negatives Image als Keimschleudern verpasst.

Gefährden Wassersprudler nun tatsächlich unsere Gesundheit? Sind Wassersprudler tatsächlich solche Keimschleudern? Sollte man sich vielleicht doch keinen Trinkwassersprudler anschaffen?

 

Wassersprudler sind gefährlich…?

Angeblich ist mit Wassersprudlern aufbereitetes Trinkwasser stark mit Keimen belastet. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Die Ursachen für diese Gerüchte, dürften wohl auf die Anfangszeiten der Wassersprudler zurückzuführen sein.

Die Geräte der ersten Generationen hatten eine große Schwachstelle und das waren die mitgelieferten Plastikflaschen. Zum einen wurde, in Laboruntersuchungen, festgestellt, das einige der Plastikflaschen Giftstoffe an das Trinkwasser abgaben. Ausserdem waren die Sprudlerflaschen nicht spülmaschinengeeignet. Die Verkeimungsgefahr war tatsächlich höher. DIe Flaschen hatten auch nur eine begrenzte Haltbarkeit, mussten regelmässig getauscht werden und wurden des öfteren auch mal undicht.

Für die Mineralwasserindustrie stellten die Wassersprudler eine existenzielle Bedrohung dar, die negativen Meldungen ,über Wassersprudler, erwiessen sich somit als Glücksfall.

 

Keimfreiheit – eine Illusion

Die Werbung und die Medien versuchen uns glauben zu machen, das Keime gefährlich sind und mit allen Mitteln bekämpft werden müssen. Der Kampf gegen die Keime ist ein lohnendes Geschäft. Denn die Angst vor den Keimen befeuert das Geschäft mit Desinfektionsmitteln, speziellen antibakteriellen Reinigern und Antibiotika.

Bakterien, Mikroorganismen, Pilze, Viren und Keime besiedeln nahezu jeden cm² unserer Erde. Entgegen den Aussagen der Werbung und der Medien, sind Keime nicht grundsätzlich gefährlich. Im Gegenteil, Mikroorganismen sind z.T. sogar überlebensnotwendig für uns Menschen. Alleine unser Darm, wird von Milliarden von Bakterien besiedelt. Ein Ungleichgewicht der Darmflora, oft ausgelöst durch Antibiotika, kann zu den verschiedensten Krankheiten führen.

Die ständige Keimangst und der ständige Kampf gegen die Keime, führt zu absurden Entwicklungen. Die Zunnahme multiresistenter Keime, ist auf den überbordenden Einsatz von Antibiotika und Desinfektionsmitteln zurückzuführen.

 

Wassersprudler sind viel besser, als ihr negativer Ruf

Neuartige Wassersprudler werden heute mit Glaskaraffen verkauft. Der Soda Stream Penguin und Soda Stream Chrystal sind die bekanntesten Vertreter, dieser Sparte. Die Glaskaraffen sehen nicht nur besser aus, sondern sind auch für die Spülmaschine geeignet. Ein großer Kritikpunkt ist also nicht mehr aktuell. Denn die Flaschen verkeimen nicht mehr so schnell und können regelmässig in der Spülmaschine gereinigt werden. Auch die Haltbarkeit ist wesentlich höher.

Bei entsprechender Hygiene und ordnungsgemässer Anwendung, droht keine Gefahr einer übermässigen Keimbelastung mehr.

 

Wie kann man eine Keimbelastung des Wassersprudlers verhindern?

  • Bereiten Sie Wasser immer frisch zu. Bewahren Sie selbstgesprudeltes Wasser nie länger als einen Tag auf. Am besten bewahren Sie das Wasser im Kühlschrank auf. Mikroorganismen  benötigen zur Vermehrung Licht, Wärme und Feuchtigkeit.
  • Führen Sie Ihrem Wasser immer ein Maximum an Kohlensäure zu. Kohlensäure hemmt die Vermehrung von Mikroorganismen und Keimen. Mikroorganismen mögen kein saures Milieu.
  • Reinigen Sie die Wasserflaschen und das Sprudelwassergerät, regelmässig und gründlich . Konsultieren Sie hierzu auch die Betriebsanleitung.
  • Kaufen Sie einen Wassersprudler mit Glasflaschen. Diese können Sie bequem im Geschirrspüler reinigen.
  • Lassen Sie die gereinigten Glasflaschen immer komplett, am besten kopfüber aufgestellt, austrocknen.
  • Reinigen Sie regelmässig den Perlator, Ihrer Wasserentnahmestelle. Hierfür eignet sich sehr gut Essig. Geben Sie den Perlator einfach in ein Gefäss mit Essig und lassen ihn für mehrere Stunden dort. Sie können natürlich auch regelmässig einen neuen Perlator montieren.
  • Das deutsche Trinkwasser gehört zu den am strengsten kontrolliertesten Lebensmitteln, weltweit. Die Angst vor einer Keimbelastung ist grundsätzlich erst einmal unbegründet. Die Schwachstelle ist die Hausinstallation, in Ihrem Wohnhaus. Sollten hier noch uralte Wasserleitungen, unter Umständen sogar noch alte Bleirohre, verbaut sein, muss das Wasser vor dem Konsum erst einmal untersucht werden. Sie sollten eine Wasserprobe an ein Labor, zur Untersuchung, weiterleiten.
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